FANDOM


Schreibe den ersten Absatz deines Artikels hier.

Gorunsha- Auf der SucheBearbeiten

Vor etwa 25 Jahren gelang es Grunsch, mit einem hinterhältigen Trick eine der Waldelfe in seine Gewalt zu bekommen. Schon immer wollte er eine besondere Sklavin um sein Ansehen im Stamm der luskanischen Bergorks zu verbessern. Als Kundschafter war er in der Lage sich leise und geschickt durch den Wald zu bewegen und patroullierte gerade die umliegenden Gebiete, als ihm auffiel das sich eine kleine Gruppe Waldelfen im Hain vor ihm aufhielt.Bearbeiten

Er betrachtete das Ganze gründlich, es schien eine Druidin mit ihren Schülerinnen zu sein. Sie lernten anscheinend gerade das Heilen verletzter Tiere.

Eine Elfe fiel ihm besonders ins Auge, sie ging des Öfteren ihre eigenen Wege, schien sich nicht so recht an Anweisungen zu halten. Sie machte einen noch recht jungen Eindruck auch wenn es bei diesen verfluchten Elfen immer schwer zu schätzen war.

Einige Tage gingen mit Beobachtungen ins Land während denen Grunsch gübelte wie es ihm gelingen konnte dieser Elfe habhaft zu werden.

Der Zufall kam ihm zu Hilfe, auf einer Lichtung lag ein verletztes Reh das kläglich jammerte. Einer Eingebung folgend legt er rund um das Reh Fallen aus, in der Hoffnung das sie nicht bemerkt werden würden.

Danach begann er mit kleineren Steinen nach dem Reh zu schmeißen um es zu lauteren Schreien zu bringen.

Die junge Elfe war an diesem Morgen wieder einmal der Gruppe entwischt und pirschte allein durch den Wald, mit den Gedanken aber nicht wirklich dabei. Plötzlich blieb sie wie angewurzelt stehen als sie das Schreien des Rehes vernahm. Hin und her gerissen zwischen dem Wunsch zu helfen und der Warnung ihrer Meisterin allein unterwegs zu sein, bewegte sie sich langsam in Richtung der Schreie.

Kurz vor der Lichtung schüttelte sie alle Warnungen ab und bewegte, sich aufgrund der Lautstärke des Rehes, ohne viel auf ihre Umgebung zu achten, auf das Reh zu.

Es kam wie es kommen musste. Eine der Schlingfallen wurde ausgelöst und sie hing kurz darauf Kopfüber am nächsten Baum.

Ein Fluch entfuhr ihr als sie bemerkt das bei dem Ruck nach oben ihre Sichel aus dem Gürtel gerutscht war.

Dann fuhr sie mit der Hand zu ihrem Nacken, als sie dort ein stechendes Gefühl überkam. Ihre Hand ertastete einen Wurfpfeil, doch noch ehe sie ihn mit einem Ruck herausziehen konnte, erlahmte ihr Arm und ein Gefühl der Taubheit begann durch ihren Körper zu kriechen.

Sie bekam nicht mehr mit, dass Grunsch sich ihr näherte und sie vom Baum abschnitt. Zufrieden schulterte er seine Beute und brachte sie zurück ins Dorf.

Elfen als Sklaven zu halten war nicht so ganz einfach, sie besaßen von Geburt an schon ein gewisses Potential für Magie.

Die Lösung bestand darin sie mit Fesseln zu halten die sie von jeglicher Magie abschnitten.

Der Schamane des Dorfes war darin bewandert und so wurde die junge Elfe, deren Name Ruathil lautete, in Fesseln gelegt.

Sklaven waren dazu da die niedrigeren, oftmals auch schweren, Arbeiten aus zu führen. Die Weiblichen mussten oft genug auch der Befriedigung alleinstehender Männer herhalten.

So wurde auch Ruathil benutzt, deren Geist nach den vielen Misshandlungen irgendwann gebrochen war.

Im Laufe der nächsten Jahre gebar Ruathil Grunsch eine Tochter, Gorunsha, deren Zügen man doch recht deutlich den Mischling ansah. Sie wurde Ruathil entzogen, doch da der Stamm der Orks nicht so sehr groß war, blieb sie und wurde dort aufgezogen, wobei ihr Leben nicht viel besser als das der Sklaven war. War doch deutlich der Unmut aller auf diesen Mischling spürbar.

2 Jahre nach Gorunsha, wurde Ruthil das zweite Mal schwanger, diesesmal jedoch gebar sie einen Sohn. Greshnik. Das Kind war jedoch sehr deutlich orkischen Ursprungs und aufgrund der Größe des Säuglings kam es zu Verletzungen der Mutter und sie verstarb kurz danach im Kindbett.

Auch dieser Sohn blieb in der Orkgemeinschaft. Der Clanführer und der Schamane des Stammes hofften darauf das sich durch Einkreuzungen der Stamm vergrößern würde und nicht mehr so häufig für Krankheiten anfällig war. Jedoch bevorzugten sie dafür Nachkommen die optisch eher dem Orkbild entsprachen.

Bisher hatte Ruathil wenigstens noch etwas ihre Tochter schützen können, wenn es Tage gab an denen sie einigermaßen bei sich war. Nun jedoch wurde Gorunsha, zumindest von Männern, nur noch wie Abschaum behandelt. Selbst von ihrem Bruder, der an Größe und Gestalt doch eher den Orks nachkam. Er war fast noch ein größerer Eiferer um sich von seinem elfischen Erbe ab zu grenzen.

Gorunsha jedoch barg in ihrem Inneren das magische Erbe der Elfen, jedoch ließ sie dieses nicht zu Tage treten, wusste sie doch das es ihr eher Schaden als Nutzen würde.

Während ihrer Jahre im Stamm wuchs ihre Neugier auf Wissen und sie wurde der Nahrungsmittelbeschaffung, der Bevorratung und dem Handel mit diesen Gütern zugeteilt.

Das war in diesem Stamm Aufgabe der Frauen und ein Teil von ihnen konnte ein wenig Lesen und Schreiben um Listen und Ähnliches zu erstellen. Dieses gab eine von ihnen an Gorunsha weiter. Sie behandelte sie als einzige auch recht gut, hatte sie doch ihre Tochter früh durch Krankheit verloren und sah in Gorunsha eine Art Ersatztochter.

Gierig nach solcherart Wissen übte Gorunsha eifrig. Sie versuchte auch die Zeichen der Menschen zu lernen die sich ab und an auf gestohlenem Gut befanden und lauschte den Händlern, wenn sie die Handelssprache benutzten.

Und wann immer sie es schaffte sich heimlich in das Zelt der Magier zu schleichen, versuchte sie dort Wissen zu erlangen. Sie konnte sich einen Teil an Schriftrollen zusammen stehlen, diese waren in der Handelssprache, da es für viele Dinge keinen orkischen Begriff oder passende Schriftzeichen gab.

Etliches verstand sie nicht, doch vieles konnte sie mit ihrer Intelligenz erahnen. Der große Durchbruch kam als sie ein Buch an sich bringen konnte welches Zaubersprüche enthielt, jedoch war es kein einfaches sondern eine Art Lehrbuch. So waren in diesem viele Worte erklärt oder umschrieben um sie den jungen Magiern verständlich zu machen.

Als Niedere die sie war wurde sie nicht oft beachtet und solange sie nicht aufmuckte blieb dies auch so. So konnte sie sich relativ ungeschoren durch das Dorf bewegen. Die Frauen beachteten sie sowieso nur wenig .Die schlimmsten Dinge passierten durch die Männer, von denen sie sich so oft es ging lieber fernhielt.

Doch so manche Nacht wurde sie trotz allem benutzt. Aber ihrGeist blieb unverletzt, sie drängte ihn sich in solchen Situationen mit anderen Dingen zu beschäftigen.

In Nächten in denen sie es schaffte allein zu sein, lernte sie aus dem Buch. Doch noch hatte sie nicht genügend Mut, das Gelernte auch anzuwenden. War sie sich doch nicht sicher auch alles richtig verstanden zu haben. Obwohl sie versuchte so oft es ging auch den Magiern zu lauschen und deren Haltung, Mimik und Gestik nach zu ahmen.

Sie achtete auch darauf heraus zu finden welche Materialien für welche Zauber nötig waren. Dieses verglich sie dann mit dem Geschriebenen und konnte so noch mehr der Zeichen übersetzen.

Als sie 21 wurde kam der Tag an dem sie beschloss genug gelitten zu haben. Sie hatte nach Wurzeln graben müssen, als sich einer der Männer ihr näherte. Gorunsha schob vorsichtig ihre Hand in die Tasche ihres Gewandes. Sie hatte sich einen Vorrat an Materialien zugelegt der für die einfacheren Zauber nötig war.

Je dichter der Mann kam umso angespannter war sie geworden. Doch als sie die Materialien in der Hand hielt überkam sie mit einmal eine … fast kalte … innere Ruhe.

Ehe der Ork sich versah flog ihm ein Blitz aus Eis entgegen. Gorunsha wartete nicht wirklich auf das Ergebnis und wendete sich zur Flucht.

Der Ork war in jenem Moment so verblüfft das er ihr nicht folgte, auch wenn der Eisblitz keinen großen Schaden angerichtet hatte.

Gorunsha lief an diesem Tag so weit ihre Füße sie tragen konnten. Ohne Anhalten hetzte sie bis es dunkel wurde, sie wusste wenn man sie wieder einfing würde sie nie wieder eine Gelegenheit zur Flucht bekommen.

Der dichte von Gehölz überwucherte Wald der sich an die Berge anschloss half zusätzlich, verbarg er sie doch recht gut vor Blicken. Immer wieder lauschte sie, sie glaubte kaum das man sie so ungeschoren davonkommen lassen würde.

Innerhalb des nächsten Jahres brachte ihre Flucht, denn so fühlte sie sich noch immer, dichter in die Nähe Neverwinters. Zum Glück besaß sie einige Kenntnis der Beeren und essbaren Pflanzen und war auch nicht ganz ungeschickt darin sich Fleisch zu verschaffen. Doch zum Winter hin wurde ihre Wanderung unterbrochen. Dichte Schneefälle ließen kein Vorwärtskommen mehr zu. Sie suchte nach einem Unterschlupf in dem sie den Winter über unterkommen konnte.

Eine Schutzhütte, wer sie errichtet hatte wusste sie nicht, schien ihr ein guter Unterschlupf zu sein. Sie untersuchte sie von außen, jedoch waren die Fensterläden geschlossen und es wies nicht viel daraufhin ob hier jemand wohnte oder gewohnt hatte. Lediglich ein winziger Rauchfaden über dem Kamin schien ein Indiz für die Anwesenheit einer Person zu sein. Er konnte aber auch von einem am Morgen erstickten Restfeuer stammen. So riskierte sie einen Blick  hinein in der Hoffnung die Hütte wäre unbewohnt.

Als sie die Tür öffnete war sie jedoch nicht allein. Ein alternder Mensch, der Kleidung nach zu urteilen, ein Magier hatte schon vor ihr hier hinein gefunden. Er sah nicht besonders gefährlich aus, doch bei Magiern wusste man nie und in dem Alter konnte er durchaus eine große Gefahr bedeuten, da er sicher einiges an Zaubern kannte.

Sie hatte das Gesicht noch unter der Kapuze verborgen so das der Alte nicht viel von ihr sehen konnte. Doch war schon ersichtlich das es sich bei ihr um eine weibliche Person handelte. Er schien sie wohl auch nicht für eine Gefahr zu halten und so grüßte er sie freundlich.

Ihre Gedanken arbeiteten auf Hochtouren, hinaus… würde wahrscheinlich den Tod bedeuten, hier bleiben…, den Magier töten…

Sie fasste einen Entschluss den sie hoffentlich nicht bereuen würde, sie schob die Kapuze zurück, offenbarte ihr Gesicht und nickte knapp zum Magier hin.

Erst malte sich Erstaunen auf das Gesicht des Alten, doch schnell hatte er sich wieder gefasst, er hatte schon viel in seinem Leben gesehen warum nicht auch mal eine dem Anschein nach freundliche Halborkin, den dazu gehörte sie eindeutig soweit er sehen konnte. Er lud sie ans Feuer ein und bot ihr an das Mahl mit ihr zu teilen.

So gesehen hätte ihr nichts besser passieren können, sie legten jeder ihre übrigen Nahrungsmittelbestände zusammen. Gorunsha war es so oder so nicht wichtig was sie aß, war sie es ja auch nicht anders gewöhnt. Zur Not könnte sie ja auch den Alten auf den Speiseplan setzen, er wäre wahrscheinlich zäh aber zumindest besser als nichts.

3 Monate verbrachten sie so eingeschneit in der Hütte, nichts zu tun außer miteinander zu sprechen, da die Hütte fast bis unter das Dach eingeschneit war. Gorunshas Handelssprache verbesserte sich dadurch auch wenn immer noch ihr orkischer Hintergrund durchklang.

Und auch ihre Studien waren ein Gesprächsthema und der Alte erklärte sich bereit sie zu unterrichten, da ihr Interesse an der Magie echt war und sie auch ein gewisses Potential hatte. So vergingen die Wintertage wie im Fluge.

Und auch wenn ihr das kriegerische der Orks im Blut lag , half ihr das Erbe der Mutter diese Monate mit dem Fremden zu überstehen. Es entstand sogar ein gewisses Maß an Vertrauen zu dem Alten.

Als der Schnee schmolz machten sich die beiden dann zusammen auf den Weg nach Neverwinter. Der Alte meinte sie könne dort vielleicht ihren wahren Weg finden. In so einer großen Stadt wäre es leichter verschiedene Kulturen und Rassen zu finden als woanders.

Es würde sich dort sicher auch eine Aufgabe und ein Ort für Gorunsha finden.

Und da war sie nun, vor den Mauern Neverwinters….

Überschrift des AbschnittesBearbeiten

Schreibe den zweiten Abschnitt deines Artikels hier.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.